Merkmale der elektronischen Rechnungsstellung in den Niederlanden

Die elektronische Rechnungsstellung in den Niederlanden steht im Kontext der europäischen Vorschriften für das öffentliche Beschaffungswesen und gewährleistet Interoperabilität und Effizienz bei den Rechnungsstellungsprozessen. El Ministerio del Interior y Relaciones del Reino (Ministerie van Binnenlandse Zaken en Koninkrijksrelaties - BZK) es el organismo responsable de coordinar la implantación y supervisión de la facturación electrónica en el ámbito de la contratación pública.

Der derzeitige Rechtsrahmen sieht vor, dass alle öffentlichen Verwaltungen darauf vorbereitet sein müssen, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Dies gilt sowohl für die zentralen staatlichen Einrichtungen als auch für die so genannten öffentlichen Auftraggeber, die zwar nicht im engeren Sinne öffentlich sind, aber eine Verbindung zum öffentlichen Sektor haben und die europäischen Richtlinien in diesem Bereich einhalten müssen.

Im Bereich Business-to-Business (B2B) haben die Niederlande damit begonnen, die Grundlagen für einen tiefgreifenden Wandel zu schaffen. Im Jahr 2025 hat das Finanzministerium eine offizielle Erklärung herausgegeben, in der es seine Strategie zur Umsetzung der neuen Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung und die digitale Berichterstattung im Einklang mit der europäischen Initiative „Mehrwertsteuer im digitalen Zeitalter“ (ViDA) veröffentlicht. 

Verpflichtung

Seit dem 1. Januar 2017 sind alle Lieferanten der niederländischen Zentralregierung verpflichtet, elektronische Rechnungen nach strukturierten Standards auszustellen.

Am 1. Januar 2019 wurde diese Verpflichtung auf Verträge mit allen subzentralen Verwaltungen, einschließlich Gemeinden, Provinzen, öffentlichen Krankenhäusern und anderen dezentralen Regierungsstellen, ausgedehnt.

Im B2B-Bereich sollen ab Juli 2030 alle niederländischen Steuerpflichtigen verpflichtet sein, strukturierte elektronische Rechnungen für innergemeinschaftliche B2B-Geschäfte auszustellen und zu empfangen. Die elektronische Rechnungsstellung kann jedoch freiwillig erfolgen, sofern sie vom Kunden akzeptiert wird und die geltenden rechtlichen und technischen Anforderungen erfüllt sind.

Funktionsweise

Das Standardmodell für den Versand von Rechnungen an den öffentlichen Sektor ist Peppol, das die Interoperabilität auf europäischer Ebene gewährleistet. Die zentralen öffentlichen Verwaltungen nutzen die staatliche Plattform Digipoort, die an das Peppol-Netz angeschlossen ist, als Kanal für den Empfang elektronischer Rechnungen.

Obwohl Digipoort die nationale Infrastruktur ist, ist das von den Niederlanden gewählte Modell durch Peppol vollständig an den europäischen Interoperabilitätsrahmen angeglichen.

Unternehmen, die bereits mit Peppol arbeiten, müssen sich nicht direkt an Digipoort anschließen. Ihre Rechnungen werden über das Peppol-Netz geleitet, das wiederum mit Digipoort verbunden ist und die endgültige Zustellung an niederländische öffentliche Einrichtungen ermöglicht.

Auf diese Weise fungiert Digipoort als spezialisierter nationaler Zugangspunkt für den niederländischen öffentlichen Sektor, während Peppol die Interoperabilität auf europäischer Ebene erleichtert.

Das B2B-System wird auf dem interoperablen Peppol-Modell und auf Formaten wie der EN 16931 basieren, wobei die Übermittlung an die Steuerbehörden nahezu in Echtzeit erfolgt.

Rechnungsformat

Die in den Niederlanden akzeptierten Formate sind:

  • SI-UBL 2.0
  • PEPPOL BIS 3.0

Beide Formate gewährleisten die Einhaltung der europäischen Normen und die korrekte Übermittlung von Steuer- und Handelsinformationen.

Elektronische Signatur

Die Verwendung elektronischer Signaturen ist für Rechnungen, die an öffentliche Verwaltungen oder im B2B-Bereich gerichtet sind, nicht vorgeschrieben.

Archivierung

Die Rechnungen müssen mindestens 7 Jahre aufbewahrt werden, wie es die steuer- und handelsrechtlichen Vorschriften des Landes verlangen.

 

Häufige gestellte Fragen

Dabei handelt es sich um Einrichtungen des öffentlichen Sektors, die, obwohl sie nicht direkt zur Verwaltung gehören, verpflichtet sind, die europäischen Richtlinien zur elektronischen Rechnungsstellung einzuhalten. Diese Einrichtungen sind im niederländischen Recht festgelegt.

Im Rahmen der elektronischen Rechnungsstellung im B2G-Bereich ist Digipoort der offizielle Kanal für den Empfang elektronischer Rechnungen durch zentrale Regierungsbehörden. Staatliche Auftraggeber wie Ministerien, Regulierungsbehörden und nationale Ämter sind direkt mit dieser Plattform verbunden. Digipoort fungiert als zentraler Eingangs- und Verteilungspunkt, der elektronische Dokumente zwischen sendenden und empfangenden Behörden weiterleitet.

Ja. Obwohl es im B2B-Bereich keine gesetzliche Verpflichtung gibt, kann jedes Unternehmen das Peppol-Netz nutzen, um elektronische Rechnungen an Privatkunden mit einer Peppol-Kennung zu versenden. Dies ermöglicht es, Prozesse zu standardisieren und den Austausch von Dokumenten mit nationalen und internationalen Partnern zu erleichtern.

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