Merkmale der elektronischen Rechnungsstellung in Japan

Ab dem 1. Oktober 2023 wendet Japan ein neues Rechnungsstellungsmodell für seine japanische Verbrauchssteuer (JCT) an, die so genannte „Qualified Invoice Method“.(適格請求書等保存方式). Dieses System ist auch im Jahr 2025 noch in Kraft und ermöglicht die Verwendung elektronischer Rechnungen für Transaktionen, die dem JCT unterliegen. Die japanische Regierung und die EIPA (Japan Peppol Authority) haben in Zusammenarbeit mit OpenPeppol einen nationalen Standard auf der Grundlage von PINT (Peppol International Invoice) entwickelt, einer internationalen Version von Peppol BIS Billing 3.0, die an die lokalen Anforderungen angepasst wurde.

Verpflichtung

Ab dem 1. Oktober 2023 ist es für die Inanspruchnahme des JCT-Vorsteuerabzugs erforderlich, qualifizierte Rechnungen auszustellen und zu empfangen, die den festgelegten rechtlichen Anforderungen entsprechen müssen. Diese Rechnungen können in Papier- oder elektronischer Form ausgestellt werden, sofern sie die formalen Anforderungen erfüllen. Die Digitalagentur empfiehlt jedoch die Verwendung von Peppol als Modell für den Austausch elektronischer Rechnungen, obwohl sie dies nicht zwingend vorschreibt.

Vorraussetzungen

Die Unternehmen, die qualifizierte Rechnungen ausstellen, sollten folgendes beachten: 

  • Registrierung in der National Tax Agency, mit Erhalt des ID JCT (14 Ziffern).
  • Wenn sich das Unternehmen für den elektronischen Austausch entscheidet, sollte das System für elektronische Rechnung so konfiguriert werden, dass es dem Peppol PINT-Standard entspricht.

Prozess

Der Austausch elektronischer Rechnungen in Japan kann über das Peppol-Netz erfolgen, wobei ein autorisierter Peppol-Zugangspunkt (Peppol Access Point) verwendet wird. Dies ermöglicht eine sichere und standardisierte Übermittlung von qualifizierten Rechnungen nach internationalen Standards.

Rechnungsformate

Das vorausgesetzte Format für das Peppol Netzwerk in Japan ist das Peppol BIS Standard Invoice JP PINT.
Dieses Format basiert auf BIS Billing 3.0 und enthält die lokalen Spezifikationen, die notwendig sind, um dem Qualified Invoice System in Japan zu entsprechen.

Elektronische Signatur

Die Verwendung elektronischer Signaturen ist für qualifizierte Rechnungen nicht vorgeschrieben.

Speicherung

Qualifizierte Rechnungen müssen mindestens 7 Jahre lang aufbewahrt werden.

Steuerkontrolle

Damit eine Rechnung als qualifiziert gilt, muss sie folgende Elemente enthalten:

  • Name und JCT-Identifikationsnummer des Ausstellers.
  • Ausstellungsdatum.
  • Angaben zu den in Rechnung gestellten Artikeln.
  • Beträge, die den unterschiedlichen Steuersätzen unterliegen.
  • Verbrauchssteuersatz.
  • Name des Kunden.

Häufige gestellte Fragen

Dabei handelt es sich um das japanische Rechnungsstellungssystem, das im Rahmen des JCT genehmigt wurde und das für den Vorsteuerabzug Rechnungen mit bestimmten Anforderungen verlangt.

Es ist nicht obligatorisch, aber die japanische Digitalagentur empfiehlt ihre Verwendung als Standard für den Austausch von qualifizierten Rechnungen.

Dies ist die Steueridentifikationsnummer, die für die Ausstellung qualifizierter Rechnungen erforderlich ist und die auf den Rechnungen erscheinen muss, um gültig zu sein.

Alle, die qualifizierte Rechnungen ausstellen und ihren Kunden den Abzug der Verbrauchssteuer gestatten wollen, müssen sich registrieren lassen und ihre JCT-ID erhalten.

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