e-Rechnung in Australien
Australien hat die elektronische Rechnungsstellung als Teil seines Übergangs zu einem effizienteren und transparenteren digitalen Ökosystem eingeführt. Obwohl die Nutzung nicht für alle Unternehmen verpflichtend ist, fördert die australische Regierung die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung, um die Interoperabilität zwischen den Unternehmen zu verbessern und die Verwaltungskosten zu senken, insbesondere im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und dem öffentlichen Sektor.
Merkmale der elektronischen Rechnung in Australien
Australien hat sein E-Invoicing-Projekt 2018 gemeinsam mit Neuseeland im Rahmen des „Australia and New Zealand Government Electronic Invoicing Arrangement“ gestartet. Die für die Förderung des Systems im Land zuständige Stelle ist die Australian Peppol Authority (ATO).
Australien hat sich für das interoperable Peppol-Modell entschieden, um die elektronische Rechnungsstellung in diesem Land zu verbreiten.
In diesem Vier-Ecken-Modell ist ein Peppol-Zugangspunkt erforderlich, der Nachrichten gemäß den Peppol-Spezifikationen übermitteln und umwandeln kann. Die „vier Ecken“ stehen für den Absender, seinen Zugangspunkt, den Zugangspunkt des Empfängers und den Endempfänger. Dieser Ansatz stellt sicher, dass jede im Peppol-Netz registrierte Einrichtung elektronische Dokumente mit jeder anderen austauschen kann, unabhängig von den verwendeten Plattformen oder Systemen, wodurch globale Standards gefördert und technologische Barrieren beseitigt werden.
EDICOM ist eine von der australischen Steuerbehörde ATO und vom neuseeländischen Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung (MBIE) zugelassener Access Point.
Durch die Einführung des internationalen Peppol-Standards will das Land Transaktionen vereinfachen, Kosten senken und die mit der Verwendung von Papier verbundenen Umweltauswirkungen minimieren. Dieses System kommt nicht nur den lokalen Unternehmen zugute, sondern stärkt auch die Interoperabilität mit internationalen Märkten.
Verpflichtung
Die elektronische Rechnungsstellung ist nicht für alle Unternehmen in Australien obligatorisch, wird aber für B2G-Transaktionen (Business to Government) im Rahmen der „e-Invoicing first“-Politik verlangt. Ab dem 1. Juli 2022 müssen alle Bundesbehörden in der Lage sein, elektronische Rechnungen zu empfangen.
Bei B2B-Transaktionen ist ihre Verwendung freiwillig, aber es wird erwartet, dass die Akzeptanz aufgrund wirtschaftlicher Vorteile und staatlicher Anreizmaßnahmen zunehmen wird.
Rechnungsformat
Australien verwendet das Peppol PINT-A-NZ-Format, eine internationale Norm, die die Interoperabilität zwischen verschiedenen Plattformen und Ländern gewährleistet.
Die Verwendung von PINT A-NZ wird schrittweise ANZ Peppol BIS 3.0 ersetzen. Ab dem 15. Mai 2025 müssen alle Nutzer in der Lage sein, PINT A-NZ auszutauschen. Es wird das obligatorische Format für den Versand und Empfang von Rechnungen und Gutschriften sein.
Elektronische Signatur
Elektronische Signaturen sind nicht für alle elektronischen Rechnungen vorgeschrieben, da das Peppol e-Invoicing-System sichere Mechanismen zur Authentifizierung und Validierung von Transaktionen verwendet.
Unternehmen können jedoch elektronische Signaturen verwenden, wenn sie eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen möchten.
Archivierung
Die australische Gesetzgebung schreibt vor, dass Rechnungen, einschließlich elektronischer Rechnungen, mindestens 5 Jahre lang aufbewahrt werden müssen.
Die Aufbewahrung kann in digitaler Form erfolgen, sofern sie im Falle einer Prüfung durch das australische Finanzamt (ATO) zugänglich und prüfbar ist.
Ausstellungsprozess von elektronischen Rechnungen in Australien
Das Unternehmen muss sicherstellen, dass sein Rechnungsstellungssystem so konfiguriert ist, dass es dem Peppol-Standard entspricht. Dazu gehört auch die Integration der obligatorischen Steuerdaten, wie z. B. die ABN (Australian Business Number) des Ausstellers.
- Rechnungserstellung: Die Rechnung wird im XML-Format nach dem Peppol-Standard erstellt. Sie enthält detaillierte Informationen über die Transaktion, z. B. Absender- und Empfängerdaten, Beschreibung der Waren oder Dienstleistungen, Beträge und Steuersätze (GST).
- Übermittlung: Die Rechnung wird über das Peppol-Netz mit Hilfe eines zertifizierten Zugangsanbieters (Access Point) übermittelt. Dieses System garantiert eine sichere und direkte Übermittlung an den Empfänger.
- Empfang und Verarbeitung: Der Empfänger erhält die Rechnung in seinem System über dasselbe Peppol-Netzwerk. Dadurch entfällt die manuelle Dateneingabe, wodurch Fehler reduziert und der Prozess rationalisiert wird.
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