EDI Lösungen
Die Standardisierung von EDI-Systemen ermöglicht zuverlässige Verbindungen zu jedem Partner.
Systeme für den elektronischen Datenaustausch (EDI) haben sich zum am weitesten verbreiteten B2B-Kommunikationsstandard für die Integration von Informationssystemen zwischen Unternehmen entwickelt. Ihre Fähigkeit, automatisch eine Verbindung zu verschiedenen Partnern herzustellen, sowie die Automatisierung von Geschäftsprozessen (Bestellungen, Rechnungen, Lieferscheine usw.) haben die Entwicklung verschiedener EDI-Lösungen vorangetrieben, die an die Bedürfnisse jedes Unternehmens angepasst sind.
In diesem Leitfaden stellen wir die verschiedenen verfügbaren EDI-Lösungen vor (SaaS, Web EDI, In-House und Outsourcing) und erläutern ihre Funktionsweise, Anwendungsbereiche und Vorteile für mittlere und große Unternehmen. Ziel ist es, einen informativen und professionellen Überblick zu geben und IT-Verantwortlichen, Verwaltungsmitarbeitern und Technikern zu helfen, genau zu verstehen, welche Lösung am besten zu ihrem Unternehmen passt.
EDI Lösungs-Typen
Nicht alle Unternehmen verfügen über die gleichen Kapazitäten und Handelsvolumina, weshalb EDI keine einheitliche Lösung darstellt. Im Laufe der Jahre sind verschiedene Arten von EDI-Lösungen entstanden, die an die Größe, Branche und technologischen Ressourcen jedes Unternehmens angepasst sind. Von EDI-Plattformen in der Cloud (SaaS), die die eigene Infrastruktur minimieren, über In-House-Lösungen, die beim Kunden installiert werden, bis hin zu Hybridmodellen wie Web EDI für kleine Geschäftspartner oder der vollständigen Auslagerung durch EDI-Outsourcing. In diesem Abschnitt beschreiben wir die Merkmale der einzelnen Modelle und in welchen Fällen ihre Verwendung sinnvoll ist.
SaaS EDI (EDI in der Cloud)
SaaS EDI (Software as a Service) Lösungen werden in der Cloud betrieben und von einem spezialisierten Anbieter als Dienstleistung angeboten. Bei diesem Modell wird die EDI-Software in einer vom Anbieter verwalteten Remote-Umgebung implementiert, auf die das Unternehmen über das Internet zugreift. Eine Netzwerkverbindung und ein Webbrowser reichen aus, um die Tools für den elektronischen Datenaustausch zu nutzen, mit denen die integrierte EDI-Lösung des Unternehmens konfiguriert und überwacht werden kann. Im Wesentlichen hostet der Anbieter die EDI-Plattform in seinen Rechenzentren und hält sie für den Kunden betriebsbereit.
Ein wesentliches Merkmal von SaaS-EDI ist die Integration in die internen Systeme des Kunden. Diese Cloud-Plattformen werden in der Regel mit dem ERP-System oder anderen Unternehmensanwendungen verbunden, sodass Daten automatisch zwischen dem ERP-System und der EDI-Lösung ausgetauscht werden können. Beispielsweise werden im ERP-System generierte Bestellungen an das EDI-Portal übertragen, um sie an den Geschäftspartner zu senden, und empfangene EDI-Rechnungen werden in das interne Format konvertiert, damit sie vom ERP-System ohne manuellen Eingriff verarbeitet werden können. Dieser kontinuierliche und automatisierte Austausch wird durch sichere Verbindungen (VPN, APIs usw.) oder Integrationskomponenten ermöglicht, die vom Cloud-Dienst bereitgestellt werden.
Vorteile von Cloub-basierten EDI-Lösungen:
Cloud-Modell und nutzungsabhängige Bezahlung: Einer der Vorteile von EDI in der Cloud besteht darin, dass es sich um eine Cloud-Lösung handelt, die in der Regel im Rahmen eines Abonnements oder einer nutzungsabhängigen Bezahlung abgeschlossen wird, wobei regelmäßig entsprechend dem Transaktionsvolumen oder den genutzten Modulen bezahlt wird. Dadurch werden Kapitalausgaben zu vorhersehbaren Betriebsausgaben. Dadurch werden Kapitalausgaben zu vorhersehbaren Betriebsausgaben.
Keine Investitionen in eigene Infrastruktur: Die gesamte technologische Infrastruktur (Server, EDI-Software, Kommunikation, Sicherheit, Updates) wird vom Anbieter bereitgestellt und verwaltet. Der Kunde muss keine Lizenzen oder Hardware erwerben und sich nicht um die technische Wartung kümmern, da der Anbieter die Entwicklung der Plattform und ihrer Weiterentwicklungen übernimmt. Dies senkt die Einstiegshürde und entlastet das Unternehmen von IT-Aufgaben.
Skalierbarkeit und hohe Verfügbarkeit: SaaS-EDI-Plattformen sind in der Regel so dimensioniert, dass sie bei Volumenspitzen (z. B. Kampagnen, Geschäftswachstum) problemlos skaliert werden können, ohne dass der Kunde etwas unternehmen muss. Darüber hinaus garantieren die Anbieter ein hohes Maß an Verfügbarkeit rund um die Uhr und Support, die in der Regel in SLA-Verträgen vereinbart werden (EDICOM bietet beispielsweise eine garantierte Verfügbarkeit von 99,9 %), wodurch die Kontinuität der Geschäftsabläufe sichergestellt wird.
Aktualisierungen und Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Da die Software zentralisiert ist, führt der Anbieter regelmäßig Aktualisierungen durch, die neue Funktionen oder gesetzliche Anpassungen enthalten (z. B. Änderungen der Standards oder Anforderungen für die elektronische Rechnungsstellung in verschiedenen Ländern). So arbeitet der Kunde immer mit einer aktuellen Lösung, ohne sich um Upgrade-Projekte kümmern zu müssen.
Dank dieser Vorteile ist EDI in der Cloud heute eine der beliebtesten Optionen. Es ist besonders attraktiv für Unternehmen, die eine agile, flexible und kostengünstige Lösung mit geringen Anfangskosten suchen, oder für diejenigen, die ihren elektronischen Datenaustausch schnell international ausweiten möchten, ohne in jedem Land eine eigene technologische Infrastruktur aufbauen zu müssen. Ein globaler Anbieter von EDI in der Cloud kann das Unternehmen mit Partnern auf der ganzen Welt verbinden und mehrere Standards (EDIFACT, X12, UBL, XML...) von einer einzigen Plattform aus verwalten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass SaaS EDI eine vollständige Integration der EDI-Abläufe in die Unternehmenssysteme ermöglicht und dabei die Vorteile der Cloud in Bezug auf Einfachheit, Sicherheit und Leistung nutzt.
In-House EDI (Internes EDI oder On-Premise)
In-House-EDI-Lösungen sind die traditionelle Variante, bei der das Unternehmen seine eigene EDI-Plattform in seinen Räumlichkeiten (on-premise) installiert und betreibt. Dies bedeutet, dass die erforderliche Hardware- und Software-Infrastruktur auf den Servern des Unternehmens bereitgestellt wird und alle Komponenten einer Lösung für den elektronischen Datenaustausch intern übernommen werden. Mit anderen Worten: Das Unternehmen ist dafür verantwortlich, Server, Datenbanken, EDI-Anwendungen, Kommunikationsverbindungen usw. einzurichten, um Dokumente mit seinen Geschäftspartnern austauschen zu können.
Die Implementierung eines internen EDI erfordert die Berücksichtigung verschiedener Faktoren. Zunächst einmal ist eine robuste physische und logische Architektur erforderlich: Anwendungs- und Datenbankserver, die große Transaktionsvolumina verarbeiten können, mit ausreichender Speicherkapazität für die Archivierung von Nachrichten und Backup-Systemen, um die Kontinuität des Dienstes zu gewährleisten. Auf dieser Infrastruktur wird die entsprechende EDI-Software bereitgestellt, die in der Regel Folgendes umfasst:
Ein EDI-B2B-Messaging-Client zur Überwachung des Status gesendeter/empfangener Dokumente und zur Verwaltung operativer Aspekte (Benutzer, digitale Zertifikate, Benachrichtigungen usw.).
Ein Anwendungsintegrator, der die Verbindung zwischen der EDI-Plattform und den internen Systemen koordiniert (z. B. durch automatisches Einfügen einer EDI-Bestellung in das ERP-System oder durch Extrahieren einer Rechnung aus dem ERP-System, um sie in EDI umzuwandeln).
Tools für die Übersetzung und Zuordnung von Daten, die für die Konvertierung von Dokumenten zwischen dem internen Format des Unternehmens und den verschiedenen erforderlichen EDI-Standards (EDIFACT, XML, ANSI X12 usw.) zuständig sind. Dadurch wird beispielsweise sichergestellt, dass ein im ERP-System erstellter Lieferschein in den EDIFACT-Standard konvertiert wird, um ihn an den Kunden zu senden, oder dass eine Bestellung im X12-Format in das vom ERP-System verstandene Format umgewandelt wird.
EDI-Kommunikationsdienste, die zum Senden und Empfangen von Nachrichten über bestimmte Protokolle erforderlich sind (z. B. AS2-Konnektivität, SFTP, OFTP oder Verbindung mit vertraglich vereinbarten VAN-Netzwerken). Diese Komponenten verwalten die Sicherheit und Weiterleitung der Daten zwischen dem Unternehmen und seinen Partnern.
Neben der technischen Infrastruktur erfordert eine erfolgreiche Inhouse-Lösung den Einsatz eines spezialisierten Teams. EDI-Transaktionen sind in der Regel geschäftskritisch, daher muss das Unternehmen über IT-Fachleute verfügen, die sich unter anderem um die kontinuierliche Wartung der Plattform, die Behebung von Störungen und die Bearbeitung von Anforderungen für neue Zuordnungen oder Partner kümmern.
Vorteile und Überlegungen des In-House EDI:
Absolute Kontrolle: Das Unternehmen hat die vollständige Kontrolle über seine EDI-Plattform, da diese innerhalb seiner eigenen Infrastruktur angesiedelt ist. Es kann Prozesse anpassen, Prioritäten festlegen und Daten intern speichern, wenn dies aufgrund seiner Sicherheitsrichtlinien oder branchenspezifischen Vorschriften erforderlich ist.
Unabhängigkeit des Lieferanten: Im Gegensatz zu SaaS ist man für den täglichen Betrieb nicht von einem Dritten abhängig (obwohl möglicherweise Support vom Hersteller der EDI-Software erforderlich ist). Dadurch entfallen wiederkehrende Abonnementkosten, allerdings müssen die Kosten für Lizenzen, Personal und Wartung selbst getragen werden.
Hohe Implementierungs- und operative Kosten: Die On-Premise-Bereitstellung ist mit erheblichen Investitionen in Server, Software, Sicherheit, Zertifizierungen und Mitarbeiterschulungen verbunden. Außerdem entstehen laufende Kosten für Support, Updates und Skalierbarkeit. Dieses Modell ist in der Regel für große Unternehmen mit ausreichenden Ressourcen und Volumen rentabel, die diese Investition rechtfertigen.
Technische Komplexität: Eine lokale EDI-Umgebung umfasst mehrere technologische Komponenten, die harmonisch zusammenarbeiten müssen. Die Verwaltung von Integrationen mit verschiedenen Partnern, unterschiedlichen Standards und verschiedenen Protokollen erhöht die Komplexität. So kann beispielsweise die Einbindung eines neuen Geschäftspartners die Entwicklung zusätzlicher Übersetzungstabellen und die Konfiguration neuer Kommunikationswege erfordern, was alles vom internen Team übernommen werden muss.
Das Fazit lautet, dass diese Art des EDI vom Aussterben bedroht ist, was durchaus Sinn macht. Der Hauptgrund für diese Betriebsart könnte darin liegen, dass ein Unternehmen physische Sicherheitsmaßnahmen für den Zugriff auf seine Daten einrichten und sogar die Server kontrollieren möchte, auf denen die Daten gespeichert und verarbeitet werden. Mit der heutigen Technologie und den Sicherheitsmaßnahmen, über die ein großer EDI-Anbieter sowohl in seinen Einrichtungen als auch auf seinen Servern und in seinen Kommunikationsprotokollen verfügt, verliert dieser einzige Grund jedoch jede Bedeutung. Derzeit führt alles, was nicht über eine SaaS-Lösung läuft, zu höheren Kosten und größerer Komplexität im Zusammenhang mit dem elektronischen Datenaustausch.
Web EDI (Webportale für EDI)
Um zu verstehen, was Web EDI ist und wie es funktioniert, muss man wissen, dass es sich um eine Lösung für Unternehmen handelt, die eine geringe Menge an EDI-Dokumenten austauschen müssen und über keine direkte Integration mit einem ERP- oder internen System verfügen. Im Wesentlichen handelt es sich um ein von einem EDI-Anbieter bereitgestelltes Webportal, über das der Benutzer elektronische Nachrichten über Online-Formulare senden und empfangen kann. Das heißt, die EDI-Informationen werden manuell auf einer Webseite eingegeben, anstatt von einer internen Anwendung generiert zu werden.
Web-EDI-Lösungen werden in der Regel als kostengünstige Alternative für KMU oder zur Anbindung kleiner Lieferanten und Kunden ohne eigenes integriertes EDI-System eingesetzt. So kann beispielsweise ein großes Unternehmen seinen kleinen Lieferanten ein EDI-Portal zur Verfügung stellen, über das diese ihre Rechnungen oder Auftragsbestätigungen hochladen können. Auf der Lieferantenseite sind lediglich ein Browser und eine Internetverbindung erforderlich, um am elektronischen Austausch teilzunehmen, ohne dass spezielle Software installiert oder Integrationsentwicklungen vorgenommen werden müssen. Dies erleichtert die digitale Einbindung aller Akteure der Lieferkette.
Wie funktioniert das in der Praxis? Der Nutzer des Web-EDI meldet sich im Portal an und kann dort die EDI-Dokumente einsehen, die ihm sein Geschäftspartner gesendet hat (übersetzt in ein auf dem Bildschirm lesbares Format, in der Regel eine formularähnliche Ansicht der Bestellung). Um zu antworten oder ein Dokument auszustellen, füllt der Benutzer ein Webformular mit den erforderlichen Daten aus – beispielsweise erstellt er eine Rechnung, indem er Felder für Betrag, Konzept usw. ausfüllt – und beim Absenden wandelt das Portal diese Informationen in den entsprechenden EDI-Standard um und leitet sie an den Empfänger weiter. Wenn das Unternehmen ein eingehendes Dokument erhält, präsentiert das Portal es dem Benutzer in verständlicher Form und ermöglicht auch den Download als PDF oder in einem anderen Format.
Funktionen und Einsatzmöglichkeiten von Web EDI:
Einfache Implementierung: Es sind keine Integrationsprojekte oder die Installation komplexer Systeme erforderlich. Nach der Registrierung der Benutzer auf der Webplattform kann sofort mit dem Austausch von Dokumenten begonnen werden. Es handelt sich um ein Einstiegstor in die EDI-Welt für Unternehmen, die neu in diesem Bereich sind oder nur über begrenzte technologische Ressourcen verfügen.
Geringe Investition: In der Regel wird es als kostengünstiger Abonnementdienst oder für bestimmte Nutzer sogar kostenlos angeboten (manchmal stellen große Unternehmen das Portal ihren Lieferanten kostenlos zur Verfügung, um die Akzeptanz sicherzustellen). Es sind keine Investitionen in Hardware oder teure Lizenzen erforderlich.
Manuelle Bedienung: Der weniger positive Aspekt ist, dass es nicht mit den internen Systemen des Anwenderunternehmens automatisiert ist. Für jedes Dokument muss ein Benutzer die Daten manuell eingeben oder extrahieren. Dies macht es unpraktikabel, wenn das Transaktionsvolumen steigt, da es zu Verzögerungen und Tippfehlern kommen kann. Daher wird Web EDI für geringe oder gelegentliche Transaktionsströme empfohlen.
Limitierte Funktionen: Portale ermöglichen in der Regel grundlegende Transaktionen (Versand/Empfang von Bestellungen, Versandbenachrichtigungen, Rechnungen usw.), verfügen jedoch möglicherweise nicht über erweiterte Integrationsfunktionen. Viele EDI-Portale bieten jedoch einige Annehmlichkeiten wie vorinstallierte Vorlagen, Produktkataloge, Feldvalidierungen und grundlegende Rückverfolgbarkeit (z. B. Bestätigung, dass der Empfänger das Dokument geöffnet oder akzeptiert hat).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Web EDI die ideale Lösung ist, um kleine oder gelegentliche Geschäftspartner schnell und kostengünstig in den elektronischen Datenaustausch einzubeziehen. Es kann auch in den Anfangsphasen eines EDI-Pilotprojekts nützlich sein. Wenn ein Unternehmen jedoch sein Austauschvolumen erhöht oder nach vollständiger Effizienz strebt, migriert es in der Regel zu einer automatisierten EDI-Integration (entweder über SaaS oder eine interne Implementierung), da die Vermeidung der manuellen Neueingabe von Daten der Schlüssel zu größeren Automatisierungsvorteilen ist.
Outsourcing EDI (Managed EDI Services)
Schließlich ist EDI-Outsourcing eine Methode, bei der das Unternehmen die Verwaltung seiner EDI-Plattform vollständig an einen spezialisierten Dritten (einen EDI-Dienstleister) auslagert. Im Gegensatz zu SaaS EDI, bei dem hauptsächlich die technologische Infrastruktur ausgelagert wird, umfasst das Outsourcing auch den täglichen Betrieb und die Verwaltung der Lösung. Mit anderen Worten: Alle Aufgaben, die für die Konfiguration, Überwachung und Aufrechterhaltung der Datenintegrationslösung des Kunden erforderlich sind, werden an den Anbieter delegiert.
Mit EDI-Outsourcing muss sich das Anwenderunternehmen nicht mehr um den Zugriff auf die Plattform kümmern, um irgendetwas zu verwalten, da diese Aufgaben von Fachleuten des Anbieters übernommen werden, die den optimalen Betrieb der Lösung sicherstellen. Dies reicht von der Erstkonfiguration (Zuordnungen, Verbindungen zu jedem Partner, Austausch-Tests) über die proaktive Überwachung des Systems (Überwachung der korrekten Übertragung aller Nachrichten, Behebung von Kommunikationsstörungen, Wiederholungsversuche bei Fehlern usw.) bis hin zur weiterentwickelnden Wartung (Registrierung neuer Partner oder Dokumente, Aktualisierung von Formaten bei Änderungen der Standards, Berücksichtigung gesetzlicher Änderungen in verschiedenen Ländern usw.).
In der Praxis bedeutet EDI-Outsourcing in der Regel die Kombination einer robusten SaaS-EDI-Plattform mit einem engagierten Team von Experten des Anbieters, das dem Kundenkonto zugewiesen ist. EDICOM bietet diesen Service beispielsweise über EDICOM Managed Services an, bei denen spezialisierte Techniker als ausgelagertes „EDI-Büro” des auftraggebenden Unternehmens fungieren. Diese Techniker kümmern sich um die laufende Verwaltung: Registrierung neuer Gesprächspartner, Wartung der Integrationsflüsse, Unterstützung der Geschäftspartner, 24/7-Überwachung der Plattform und andere Aufgaben. Für das Anwenderunternehmen bedeutet dies, dass es sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann, während es den EDI-Betrieb in die Hände von Spezialisten legt. Einfach ausgedrückt wird der Anbieter zu einer Erweiterung der IT-Abteilung des Unternehmens in allen Fragen des elektronischen Datenaustauschs.
Vorteile des Outsourcing EDI:
Engagierte Spezialisten: Der Anbieter stellt Mitarbeiter mit umfassender Erfahrung in den Bereichen EDI, Standards und Protokolle zur Verfügung und gewährleistet so eine professionelle Abwicklung. Dies führt in der Regel zu einer geringeren Fehlerquote, einer schnelleren Problemlösung und einer zügigen Umsetzung von Verbesserungen auf der Plattform.
Zeit- und Ressourceneinsparungen: Das Unternehmen benötigt kein großes internes EDI-Team und muss dieses auch nicht ständig schulen. Es kann die Betriebskosten senken, da es für diese Funktionen kein Personal rund um die Uhr beschäftigen muss. Darüber hinaus entfallen Infrastrukturkosten, da das Outsourcing in der Regel auf der Cloud des Anbieters basiert (SaaS-Lösung).
Umfassender Service und kontinuierliche Überwachung: Der Anbieter verpflichtet sich im Rahmen einer SLA zu bestimmten Serviceleistungen (Verfügbarkeit, Reaktionszeiten) und überwacht die Plattform kontinuierlich. Wenn beispielsweise eine Transaktion ihr Ziel nicht erreicht, erkennt das Team des Anbieters dies und ergreift Maßnahmen, bevor der Kunde überhaupt eingreifen muss. Dies gewährleistet Zuverlässigkeit im Austausch mit allen Geschäftspartnern.
Operative Skalierbarkeit: Die Einbindung neuer Geschäftspartner oder die Erhöhung des Nachrichtenvolumens ist einfacher, da der Anbieter über Verfahren und Teams verfügt, um diese zusätzliche Belastung aufzufangen (z. B. durch die schnelle Aktivierung vordefinierter EDI-Maps für bestimmte Dokumente oder durch die Anbindung an beliebte Einzelhändler, deren Integration der Anbieter bereits für andere Kunden vorgenommen hat). Das auftraggebende Unternehmen kann wachsen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob sein internes EDI-Team dafür ausreicht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass EDI-Outsourcing eine ausgezeichnete Option für mittlere und große Unternehmen ist, die die Vorteile von EDI nutzen möchten, ohne eigene Ressourcen für dessen Verwaltung abzuziehen. Es ist besonders nützlich in komplexen Umgebungen mit vielen internationalen Partnern, mehreren Standards oder strengen regulatorischen Auflagen, in denen ein erfahrener Partner den Unterschied ausmacht. Durch die Auslagerung des EDI-Betriebs stellt das Unternehmen die Kontinuität des Dienstes sicher (der Anbieter verfügt in der Regel über Redundanzen in Bezug auf Personal und Infrastruktur) und gewinnt die Gewissheit, dass seine kritischen B2B-Kommunikationen in den Händen von Fachleuten liegen. Dadurch kann sich das Unternehmen auf seine Kernwertschöpfungskette – Vertrieb, Logistik, Kundenservice – konzentrieren, da es weiß, dass die EDI-Automatisierung, die diese Prozesse unterstützt, optimal funktioniert und von einem engagierten Team unterstützt wird.
Vergleich der verschiedenen Arten von EDI-Lösungen
In der folgenden Vergleichstabelle sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Arten von EDI-Lösungen aufgeführt: SaaS-EDI (EDI in der Cloud), In-House-EDI, Web-EDI und Outsourcing-EDI.
| SaaS EDI | In-House EDI | Web EDI | Outsourcing EDI | |
|---|---|---|---|---|
| Datenverarbeitung | Automatisiert | Automatisiert |
| Automatisiert |
| Ja | Ja | Nein | Ja |
|
|
|
|
|
| Kunde | Kunde | Kunde | Dienstleister |
| Ja | Ja | Ja | Ja |
|
| Kundenanlagen |
|
|
Erfolgsstory: ASICS und die Automatisierung von EDI - Prozessen
Der Erfolgsfall von ASICS zeigt deutlich die Vorteile einer gut implementierten EDI-Lösung. Das Unternehmen startete ein digitales Transformationsprojekt mit EDICOM, um seinen Order-to-Cash-Zyklus (von der Bestellung bis zum Zahlungseingang) zu automatisieren und die Einbindung neuer Einzelhändler in sein Vertriebsnetz zu beschleunigen.
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Schlussfolgerungen
Wir haben die wichtigsten Arten von EDI-Lösungen für Unternehmen untersucht – von SaaS und Web-EDI bis hin zu Inhouse-Systemen und Outsourcing-Dienstleistungen – und dabei ihre Eigenschaften und Anwendungsbereiche beleuchtet. Jeder Ansatz bietet je nach Kontext bestimmte Vorteile. Es gibt keine „universelle” Lösung, die für alle Fälle geeignet ist. Die Wahl hängt von der Größe des Unternehmens, seinem Transaktionsvolumen, seinen IT-Kapazitäten, seinem Budget und seiner Geschäftsstrategie ab.
Für IT- oder Verwaltungsleiter, die sich mit dieser Technologie vertraut machen möchten, ist es wichtig, die Optionen sowohl aus technischer als auch aus betrieblicher Sicht zu bewerten. Überlegungen wie die Integration mit ERP-Systemen, gesetzliche Compliance-Anforderungen (z. B. obligatorische elektronische Rechnungsstellung in bestimmten Ländern), zukünftige Skalierbarkeit und gewünschter Supportumfang müssen bei der Festlegung der EDI-Roadmap des Unternehmens berücksichtigt werden.
In jedem Fall bedeutet die Einführung von EDI einen Schritt in Richtung Automatisierung von Geschäftsprozessen und digitale Transformation des Unternehmens. Die hier beschriebenen Lösungen ermöglichen es, manuelle Aufgaben zu eliminieren, den Informationsfluss zu beschleunigen und effizientere und sicherere Geschäftsbeziehungen zu Kunden, Lieferanten und Logistikpartnern aufzubauen. Darüber hinaus tragen sie zur Nachhaltigkeit bei, indem sie den Papierverbrauch reduzieren und die Rückverfolgbarkeit von Vorgängen verbessern.
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