Was ist Peppol?
Peppol ist ein Standard, der sich als internationales Kommunikationsnetz etabliert hat und dessen Erfolg auf seiner Effizienz bei der Harmonisierung der Kommunikation zwischen Einrichtungen und Unternehmen in verschiedenen Ländern beruht.
Peppol ist ein Standard, der sich als internationales Kommunikationsnetz etabliert hat und dessen Erfolg auf seiner Effizienz bei der Harmonisierung der Kommunikation zwischen Einrichtungen und Unternehmen in verschiedenen Ländern beruht.
Ursprünglich wurde Peppol als eine Reihe von Spezifikationen zur Erleichterung der öffentlichen Auftragsvergabe zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen definiert, um diesen Prozess in einem europäischen Kontext interoperabel zu machen und so die Transaktionen zwischen Lieferanten und öffentlichen Verwaltungen in ganz Europa zu erleichtern. Nicht umsonst basiert das Akronym des Systems auf der Definition „Pan European Public Procurement On Line”.
Ursprünglich von der Europäischen Kommission entwickelt, hat sich PEPPOL zu einem globalen Netzwerk entwickelt, das private Unternehmen und öffentliche Verwaltungen in Europa, im asiatisch-pazifischen Raum und im Nahen Osten verbindet. Es soll den sicheren elektronischen Austausch von Geschäftsdokumenten erleichtern, die Digitalisierung des internationalen Handels vorantreiben und die Einhaltung lokaler Steuervorschriften gewährleisten.
Heute geht der Anwendungsbereich über den B2G-Bereich hinaus und konsolidiert sich als interoperable und übergreifende Infrastruktur auch in B2B-Umgebungen. Dank seines standardisierten Modells ermöglicht PEPPOL die Integration und Automatisierung elektronischer Transaktionen zwischen Geschäftspartnern auf der ganzen Welt und erleichtert eine effiziente, sichere und global vernetzte Kommunikation.
Was ist openPeppol?
OpenPeppol ist eine internationale Organisation ohne Gewinnerzielungsabsicht, die für die Entwicklung und Pflege der Peppol-Netzwerks verantwortlich ist.
Ihr gehören sowohl öffentliche als auch private Mitglieder an, deren Ziel es ist, die Interoperabilität im öffentlichen Beschaffungswesen und zwischen Unternehmen zu gewährleisten und zur Entwicklung eines globalen digitalen Marktplatzes beizutragen.
Welches sind die Ziele von Peppol?
Interoperabilität und Transparenz bei der elektronischen Beschaffung
Automatisierung von Geschäftsprozessen im öffentlichen als auch im privaten Sektor
Unterstützung der Unternehmen (insbesondere KMUs) bei der Verbesserung ihrer globalen Wettbewerbsfähigkeit
Verwirklichung eines digitalen Binnenmarkts
Entwicklung des Peppol-Modells: vom 4-Corner- zum 5-Corner-CTC-Schema
Um sich an die unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen in verschiedenen Ländern anzupassen, wurde die ursprüngliche Architektur von Peppol weiterentwickelt. Das traditionelle Modell, das als 4-Corner bekannt ist (Sender → Access Point Sender → Access Point Empfänger → Empfänger), war die Grundlage für die dezentrale Interoperabilität zwischen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.
Mit der Weiterentwicklung der Continuous Transactional Control (CTC) -Modelle, die von vielen Regierungen befürwortet werden (bei denen die Steuerbehörden Transaktionen in Echtzeit empfangen oder validieren müssen), ist das 5-Corner Peppol CTC-Modell entstanden. Dieses Modell führt eine fünfte Instanz ein: die Steuerbehörde, die direkt in den Prozess der Validierung oder Autorisierung der Dokumente vor ihrer Zustellung an die Empfänger eingebunden ist.
Mit dieser neuen Instanz sollen die Interoperabilitäts- und Standardisierungsvorteile von Peppol beibehalten und gleichzeitig die spezifischen Steuerkontrollanforderungen der einzelnen Länder berücksichtigt werden. Peppol wird so zu einer vielseitigeren Lösung, die den globalen regulatorischen Trends bei der elektronischen Rechnungsstellung und der digitalen Steueraufsicht entspricht.
Peppol-Infrastruktur
Peppol basiert auf drei wesentlichen Säulen:
Das Peppol-Netzwerk ist eine Infrastruktur mit mehreren miteinander verbundenen Knotenpunkten, die weltweit öffentliche und private Beschaffungsprozesse ermöglichen. Die Peppol-Infrastruktur besteht aus den folgenden Bestandteilen:
Zugangspunkte (APs): Die Zugangspunkte müssen von OpenPeppol zertifiziert sein. Für die Konformität elektronischer Dokumente werden spezifische Protokolle und definierte Standards verwendet. Jede von einem AP ausgehende Transaktion muss von einem anderen AP empfangen werden, so dass die Kommunikation über diese Infrastruktur nur über Access Points erfolgen kann.
Service Metadata Publisher (SMP): Ein dezentralisiertes Register, das Informationen über die Zugangspunkte und die Arten von Nachrichten liefert, die ein Nutzer empfangen kann. Diese Dienste enthalten die Adressen und verfügbaren Metadaten der mit dem Peppol-Netz verbundenen Nutzer.
Service Metadata Locator (SML): Ein durch das SMP zentrales Register, das die Informationen der einzelnen Nutzer in einem elektronischen Datenaustausch enthält. Jeder Nutzer hat eine eindeutige Kennung in Form einer URL, über die die Zugangspunkte den SMP und den Zugangspunkt zum Empfänger der Transaktion lokalisieren.
Business Interoperability Agreements (BIS)
Der vom Peppol-Netzwerk verwendete Standard ist als Peppol-UBL, eine Variante der in XML entwickelten Universal Business Language.
Peppol hat eine Reihe von Business-to-Business-Interoperabilitätsspezifikationen entwickelt, um den Austausch von Dokumenten zu standardisieren: Kataloge, Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen. Die Spezifikationen sind in dem Dokument Peppol-BIS (Business Interoperability Specifications) dargestellt, das auf der Analyse des CEN BII (CEN Workshop on Business Interoperability Interfaces) basiert.
Peppol Transport Infrastructure Agreements
Es handelt sich um Vereinbarungen zwischen den an der Infrastruktur beteiligten Anbieter zur Umsetzung der Peppol-Spezifikationen. Die Vereinbarungen stellen insbesondere sicher, dass die am Netz beteiligten Anbieter zum Wohle der Gemeinschaft verantwortungsbewusst und transparent handeln. Darüber hinaus stellen sie sicher, dass über die SMLs und SMPs angemessene Informationen bereitgestellt werden, damit jeder Benutzer die Austauschprozesse korrekt durchführen kann.
Was ist bei der Auswahl eines Peppol Access Points zu beachten?
Zertifizierung
Neben der Akkreditierung als Zugangspunkt für den Austausch von Daten mit anderen Peppol-Zugangspunkten ist EDICOM Teil des Rahmenvertrags des Crown Commercial Service (CCS), der Handelsorganisation der britischen Regierung. Dadurch sind wir in der Lage, den Austausch von elektronischen Dokumenten mit jedem öffentlichen Auftraggeber im Vereinigten Königreich für unsere Kunden zu ermöglichen.
SMP-Server (Service Metada Publisher)
Die SMP-Server enthalten die Adressen und verfügbaren Metadaten der an das Peppol-Netz angeschlossenen Nutzer. Alle Personen, die diesem Netz angehören, müssen bei einem SMP registriert sein. EDICOM verfügt über eine SMP-Serverzertifizierung (Service Metadata Publisher), die es ermöglicht, eine eigene Identifizierungsinfrastruktur im Peppol-Netzwerk zu verwalten, die mit dem SML (Service Metadata Locator) verbunden ist.
Server mit AS-Verbindungen
EDICOM verfügt über einen eigenen AS-Server, auf den alle Kunden zugreifen können, die sich über dieses Protokoll mit ihren Partnern verbinden.
EDICOM verfügt über eine Zertifizierung für seinen AS.x-Server (EAS-Server) und ist berechtigt, das AS4-Protokoll bei Kunden zu verwenden, die dies für die Kommunikation mit ihren Gesprächspartnern wünschen oder benötigen.
EDI-Erfahrung
EDICOM ist auf die Implementierung von internationalen Projekten spezialisiert. Die Zertifizierungen als Access Point für das Peppol-Netzwerk und ein breites Portfolio an Lösung für Electronic Data Interchange (EDI) sind eine Garantie für die effiziengte Durchführung von Projekten für den elektronischen Datenaustausch über Peppol.
Skalierbarkeit
Es ist wichtig, dass eine EDI-Lösung weltweit skalierbar und an die Kunden- und Gesetzesanforderungen in jedem Land angepasst ist. EDICOM bietet eine ganzheitliche Lösung mit Funktionen für EDI, E-Invoicing und Tax Reporting. Unsere Kunden haben Zugang zu verschiedenen Diensten und können diese je nach ihren geschäftlichen Anforderungen auswählen.
Zentralisierung & Interoperabilität
Bei komplexen Projekten neigen Unternehmen dazu, diese aufzuteilen und verschiedene Anbieter zu beauftragen. Die Nutzung eines zentralen Anbieters bringt jedoch viele Vorteile mit sich, sofern dieser eine umfassende, flexible und skalierbare Lösung anbieten kann. Einer der größten Vorteile eines globalen Anbieters wie EDICOM ist die Möglichkeit, die gesamte elektronische Kommunikation zu zentralisieren, selbst wenn ein Unternehmen in mehreren Ländern tätig ist. Auf diese Weise kann ein z. B. ein deutsches Unternehmen, das in Spanien, Frankreich und weiteren Ländern tätig ist, seine Compliance-Prozesse bei einem einzigen Anbieter wie EDICOM zentralisieren. Dazu gehört auch der Austausch von Dokumenten über Peppol.
Vorteile von Peppol
Senkt Kosten
Durch den Austausch von standartisierten Formaten über Peppol ist es nicht mehr notwendig, die eigenen Daten die unterschiedlichen Formate der verschiedenen Kunden und Lieferanten umzuwandeln. Das führt zu einer Einsparung von Kosten.
Ermöglicht Anbindungen
Der Austuasch elektronischer Dokumente ist mit allen Kunden und Lieferanten möglich. Darüber hinaus ist die Datensicherheit gewährleistet.
Vereinfacht Prozesse
Peppol und EDI ermöglichen einen hohen Grad an Automatisierung. Der Vertrieb und die Buchhaltung können so entlastet werden. Dies steigert die Effizienz diese Bereiche im Unternehmen.
Steigert Wettbewerbsfähigkeit
Unternehmen können durch Peppol problemlos Daten mit Kunden und Lieferanten in verschiedenen Ländern austauschen. Dieser Einsatz von Daten kann als Einstiegspunkt für die Digitalisierung weiterer Prozesse im Unternehmen dienen.
EDICOMs Peppol Access Point
EDICOM ist als Peppol Acess Point zertifiziert und kann deshalb den Zugang zum Peppol-Netz herstellen. Unternehmen und öffentliche Auftraggeber können so elektronische Dokumente wie z. B. Artikelkataloge, Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen in einem Standardformat miteinander austauschen.
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