Die Slowakei bereitet sich auf die e-Rechnung und e-Reporting in 2027 vor

21.7.2026 (Updated)
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Die elektronische Rechnung in der Slowakei

Die Slowakei treibt die Digitalisierung seines Rechnungsstellungssystems durch die schrittweise Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnung und des E-Reporting voran. Diese Reform wird für die im Land tätigen Unternehmen eine erhebliche Veränderung mit sich bringen, da sie ihre Prozesse zur Ausstellung, zum Empfang und zum Austausch von Rechnungen an ein Modell anpassen müssen, das auf strukturierten elektronischen Dokumenten und der digitalen Übermittlung von Steuerinformationen an die Steuerbehörde basiert.

Der aktuelle Fahrplan sieht vor, dass die Verpflichtungen zur elektronischen B2B-Rechnung ab Januar 2027 in Kraft treten, während die Weiterentwicklung des Systems weiterhin an der europäischen Initiative „VAT in the Digital Age (ViDA)“ ausgerichtet wird, um den elektronischen Datenaustausch und die Meldung innergemeinschaftlicher Umsätze zu harmonisieren.

Zu diesem Zweck baut die Slowakei derzeit ein Ökosystem auf, das auf vier Grundpfeilern basiert: IS EFA als Schlüsselelement des nationalen Systems; Peppol als interoperables Netzwerk für den Austausch elektronischer Dokumente; EN 16931 als europäischer Standard für elektronische Rechnungen; und e-Reporting, dass die automatisierte Übermittlung von Steuerdaten an die zuständigen Behörden ermöglichen wird.

e-Rechnung B2G und G2G: Das bereits bestehende System heisst „IS EFA“

Seit April 2023 hat die Slowakei schrittweise die verpflichtende elektronische Rechnungsstellung im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen sowie zwischen staatlichen Institutionen eingeführt. Diese Initiative positioniert das Land im europäischen Rahmen für Transparenz und Effizienz in der öffentlichen Auftragsvergabe.

Diese Transaktionen werden über das System IS EFA (Informačný Systém Elektronickej Fakturácie) abgewickelt. Dies ist eine Plattform, die entwickelt wurde, um die Einhaltung des europäischen Standards EN 16931 sicherzustellen. Dieses strukturierte Format folgend des europäischen Standards ermöglicht die automatisierte Verarbeitung von Rechnungen und reduziert Fehler sowie manuellen Aufwand. Mit dieser Maßnahme richtet sich die Slowakei an die europäischen Vorgaben, um mehr Transparenz und Effizienz in der öffentlichen Beschaffung zu erreichen.

Elektronische Rechnung B2B und e-Reporting: Verpflichtung vorgesehen ab 2027

Im Januar 2022 schlug die Slowakei ein freiwilliges System für die elektronische B2B-Rechnungsstellung vor, doch die verpflichtende Einführung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Situation änderte sich im November 2024, als ein Gesetzentwurf zur Änderung des Gesetzes Nr. 222/2004 über die Mehrwertsteuer vorgelegt wurde. Damit wurden die rechtlichen Grundlagen geschaffen, um diesen Wandel voranzutreiben.

Die Slowakei wird im Rahmen ihrer Strategie zur Digitalisierung und Steuerkontrolle die elektronische Rechnungsstellung und das E-Reporting einführen. Der neue Rechstrahmen wird die Art und Weise verändern, wie Unternehmen ihre Rechnungen ausstellen, empfangen und melden. Die Verpflichtung tritt am 1. Januar 2027 in Kraft, mit einer Übergangsfrist bis zum 30. Juni 2030.

Ab diesem Datum sind nur noch Rechnungen gültig, die die von dem Umsatzsteuergesetz geforderten Informationen enthalten und die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, gesendet und empfangen wurden, das für die automatische und digitale Verarbeitung geeignet ist.

Was ist das 5-Corner-Modell?

Eines der wichtigsten Konzepte des slowakischen Projekts ist das sogenannte Fünf-Ecken-Modell (Five-Corner Model).

Im Gegensatz zu zentralisierten Modellen wie dem polnischen KSeF verteilt das Fünf-Ecken-Modell die Zuständigkeiten auf verschiedene Akteure.

Die fünf Beteiligten sind:

AkteurFunktion
Rechnungsaussteller

Stellt die Rechnung aus

Lieferant des Ausstellers

Validiert, bearbeitet und versendet die Rechnung

Interoperabilitätsnetz (Peppol)

Sicherer Übersendungskanal

Lieferant des EmpfängersNimmt die Rechnung entgegen validiert und händigt diese aus.
EmpfängerDie Rechnung wird automatisch in das ERP integriert

 

Dieses Modell zielt darauf ab, die europäische Interoperabilität zu gewährleisten, den Wettbewerb zwischen Technologieanbietern zu fördern und den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu verringern.

Für multinationale Unternehmen bietet es zudem einen wesentlichen Vorteil: Eine einzige Verbindung reicht aus, um in mehreren Ländern tätig zu sein, die ähnliche Infrastrukturen nutzen.

Implementierungsphasen

Ab. dem 1. Januar 2027

Ab diesem Datum müssen alle Unternehmen strukturierte elektronische Rechnungen (EN16931) für nationale B2B-Transaktionen ausstellen, empfangen und speichern.

Sie sind außerdem verpflichtet, diese Vorgänge in Echtzeit an die Steuerbehörde zu melden (E-Reporting).

Wer ist betroffen?

  • Rechnungsaussteller: alle Mehrwersteuerpflichtigen.
  • Rechnungsempfänger: alle Mehrwetsteuerpflichtigen und auch Nichtsteuerpflichtige, die unternehmerische oder wirtschaftliche Tätigkeiten ausüben.

Ab dem 1. Juli 2030

Die Verpflichtung zur elektronischen Rechungsstellung und Meldung von innergemeinschaftlichen B2B-Transaktionen gemäß den ViDA-Standards wird eingeführt.

Diese schrittweise Einführung bietet Unternehmen zusätzlichen Spielraum, um ihre Systeme und Prozesse anzupassen, bevor die Regelung vollständig in Kraft tritt.

Elektronische Rechnungsstellung und E-Reporting in der Slowakei

Die digitale Transformation des slowakischen Steuersystems stützt sich auf zwei Grundpfeiler: die elektronische Rechnung und das E-Reporting. Obwohl beide Konzepte Teil derselben Strategie zur Modernisierung des Steuerwesens sind, erfüllen sie unterschiedliche Funktionen, und die Unternehmen müssen sich auf beide vorbereiten.

Die elektronische Rechnung bezieht sich auf die Ausstellung, den Empfang und den Austausch von Rechnungen in einem strukturierten elektronischen Format, das von IT-Systemen automatisch verarbeitet werden kann, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich ist. Im Gegensatz zu einer per E-Mail versendeten PDF-Datei enthält eine elektronische Rechnung Daten, die nach einem anerkannten Standard organisiert sind, was ihre Validierung, die Integration in ERP-Systeme und die automatisierte Verarbeitung erleichtert.

Das E-Reporting hingegen besteht in der elektronischen Übermittlung bestimmter steuerlicher Informationen an die Steuerbehörde. Ziel ist es, den Behörden einen schnelleren und präziseren Zugriff auf Daten zu wirtschaftlichen Vorgängen zu ermöglichen, wodurch die Mehrwertsteuerkontrolle gestärkt, Betrug reduziert und die Meldepflichten für Unternehmen vereinfacht werden.

In der Slowakei vereint die Entwicklung des nationalen Projekts beide Elemente, um ein digitales Compliance-Ökosystem zu schaffen, das auf die europäischen Initiativen abgestimmt ist. Dies wird es Unternehmen ermöglichen, Rechnungen effizienter auszutauschen und gleichzeitig die künftigen Anforderungen an die elektronische Berichterstattung zu erfüllen, die durch nationale Vorschriften und die Initiative VAT in the Digital Age (ViDA) der Europäischen Union festgelegt sind.

Wie funktioniert die elektronische Rechnung?

Rechnungen müssen über einen zertifizierten Zustelldienst und in einem strukturierten Format gemäß der europäischen Norm EN 16931 versandt werden.

Es reicht nicht aus, eine PDF-Datei per E-Mail zu versenden. Die Rechnung muss in einem strukturierten elektronischen Format erstellt werden, das eine automatische Verabeitung und Validierung ermöglicht.

Darüber hinaus müssen elektronische Rechnungen 10 Jahre lang aufbewahrt werden.

Wie funktionert das e-Reporting?

Das slowakische Modell beschränkt sicht nicht nur auf den Austausch von Rechnungen. Es führt auch Meldepflichten ein für folgende Dokumente:

  • Ausgestellte Rechnungen (Verkäufe)
  • Erhaltene Rechnungen (Käufe)

Diese müssen innerhalb von maximal 15 Tagen nach ihrer Ausstellung oder ihrem Erhalt der Finanzabteilung gemeldet werden.

Dieses nahezu in Echtzeit erfolgende Berichtswesen verstärkt die Notwendigkeit von Automatisierung und interner Kontrolle. Manuelle Prozesse erhöhen das Risiko von Verstößen.

Sanktionen bei Nichteinhaltung

Die Vorschriften sehen erhebliche finanzielle Sanktionen vor:

  • Bis 10.000 EUR wegen verspäteter, unvollständiger oder falscher Meldung.
  • Bis 100.000 EUR bei wiederholten Verstößen.

Warum es wichtig ist, vorausschauend zu handeln

Die Tatsache, dass die Slowakei ein 5-Ecken-Peppol-Modell einführt, bedeutet, dass es nicht nur darum geht, ein XML gemäß EN 16931 zu generieren. Unternehmen müssen:

  • Integration in das Peppol-Netzwerk über einen zertifizierten Access Point.
  • Anpassung Ihrer ERP-Systeme an die erforderlichen strukturierten Formate.
  • Gewährleistung der korrekten Übertragung und Meldung von Daten an die Verwaltung.
  • Sicherstellung der elektronischen Archivierung gemäß den Vorschriften.

Wie kann EDICOM unterstützen

Die Umstellung auf das neue Modell der elektronischen Rechnung und des E-Reporting in der Slowakei erfordert die Zusammenarbeit mit einem Anbieter, der die lokalen Vorschriften kennt und darauf vorbereitet ist, die von den Behörden festgelegten technischen Anforderungen zu erfüllen.

EDICOM ist ein in der Slowakei zertifizierter Anbieter für die Operative innerhalb des neuen nationalen Ökosystems für elektronische Rechnungen, wodurch Unternehmen den Übergang mit Unterstützung einer Lösung bewältigen können, die auf die regulatorischen Entwicklungen des Landes abgestimmt ist.

Über seine globale Plattform für die elektronische Steuerkonformität unterstützt EDICOM Unternehmen dabei:

  • Die Anforderungen an die elektronische Rechnungsstellung in der Slowakei erfüllen und dabei die Prozesse zur Ausstellung, zum Empfang und zum Austausch elektronischer Dokumente an die geltenden Vorschriften anpassen.
  • Sich an das nationale Ökosystem für elektronische Rechnungen anschließen – mithilfe einer Lösung, die auf die von den slowakischen Behörden geforderten Standards und Protokolle ausgelegt ist.
  • Erstellung, Validierung und Austausch elektronischer Rechnungen gemäß dem europäischen Standard EN 16931 und den geltenden technischen Spezifikationen.
  • Automatisierung des E-Reportings durch die Integration der Übermittlung von Steuerdaten in die ERP-Systeme des Unternehmens, um manuelle Arbeitsschritte zu reduzieren und Fehler zu minimieren.
  • Die sichere elektronische Archivierung der Rechnungen gewährleisten und dabei deren Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit während der gesetzlich vorgeschriebenen Aufbewahrungsfrist sicherstellen.
  • Die Einhaltung internationaler Vorschriften über eine einzige Plattform zentralisieren und die Verpflichtungen in Bezug auf elektronische Rechnungsstellung, E-Reporting und digitale Steuerabwicklung in der Slowakei und in mehr als 80 Ländern verwalten.

Dank dieser Kombination aus lokaler Zertifizierung und internationaler Reichweite ermöglicht EDICOM Unternehmen die Einführung der elektronischen Rechnung in der Slowakei, ohne dass für jedes Land spezifische Lösungen entwickelt werden müssen, und unterstützt so eine globale Compliance-Strategie, die auf die Entwicklung der europäischen Rechtsvorschriften abgestimmt ist.

Erfüllen Sie alle Anforderungen der elektronischen Rechnungsstellung in der Slowakei mit EDICOM

Automatisieren Sie die Ausstellung, den Empfang, die Archivierung und das e-Reporting Ihrer nationalen und innergemeinschaftlichen elektronischen Rechnungen. EDICOM verbindet Sie über eine einzige Plattform mit dem IS EFA, dem Peppol-Netzwerk und der Finanzverwaltung.

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